Wahlen für das Sommersemester 2018

Wie schnell doch die Zeit vergeht – am 06. Februar standen bei uns schon wieder Wahlen an. Auch für das kommende Semester konnten alle fünf Positionen besetzt werden.

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von links: Anna Bracio (IWE, Vorsitz), Jonathan Bothner (IWE, Finanzen), Rebecca Scheibe   (BWL, Vorsitz), Vincent Fachinger (IWE, Education), Jana Bethke (Jura, Communications)

Fast alle haben bereits in den letzten Semestern einen Posten besetzt und Erfahrungen gesammelt, weswegen wir nach den Semesterferien gleich durchstarten können! Neue Gesichter sind aber natürlich auch immer gern gesehen.

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HSG-Treffen am 06. Februar 2018

Wir bedanken uns bei den HSG-Mitgliedern für die hohe Wahlbeteiligung und natürlich für zahlreiche spannende und unterhaltsame Treffen im letzten Semester. Der Vorstand freut sich auf weitere interessante Diskussionen und gemeinsame Stunden im kommenden Sommersemester!

Selbstverständlich freuen wir uns auch jederzeit über neue Besucher unserer wöchentlichen Treffen, während des Semesters immer dienstags um 20 Uhr im RW-Gebäude!

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Neue Info-Veranstaltung

Die neuen Global Brigades Infoveranstaltungen stehen fest!

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Du interessierst dich für Themen der Entwicklungszusammenarbeit und der Sozialen Gerechtigkeit? Du organisierst gerne Events und Partys? Du möchtest Verantwortung übernehmen und arbeitest gerne im Team? Du hast Interesse an Auslandserfahrung und kulturellem Austausch?

Dann bist du bei uns richtig!!! Wir bieten dir den optimalen Mix! Komm zu unserem Infoabend und lass dich begeistern!!!!

Die Brigade ist zurück!

Unsere Brigaden Teilnehmer sind zurück! Sie haben so viel erlebt und gesehen. Ihre Erlebnisse, Geschichten und wie sie auf der Brigade gearbeitet haben.

IMG_0306Schon von Weitem erkennt man ein riesiges Gebäude. Traditionell gebaut, aber wesentlich größer als die anderen Gebäude in Arimae. Man betritt den Raum ohne Wände und sieht 5 Stuhlkreise. In jeder Gruppe sitzen einige Frauen, scheinbar aus Arimae, mit bunten Röcken und aufmerksamen Gesichtern. Außerdem einige nicht ganz in die Umgebung passende junge Erwachsene. Alle sind vertieft in ihre Arbeit.

Geht man näher an eine Gruppe heran, erkennt man Plakate. Die Frauen kleben gerade Papierstreifen in Kreisdiagramme, während die „Fremden“ auf Englisch erzählen, was zunächst auf Spanisch übersetzt wird und später dann noch für einzelne Frauen auf die Stammessprache Embera.

So oder so ähnlich kann man sich einen klassischen Moment unserer Business-Brigade im März 2015 vorstellen. Die „Fremden“ waren sechs Studierende aus Bayreuth, so wie weiter Studierende aus Pennsylvania. Und obwohl wir auf den Beobachter vielleicht fremd wirkten, so fühlten wir uns schon ziemlich bald willkommen und gut aufgenommen in Arimae, einem kleinen Reservat in Darién (östliches Panama).

Nun jedoch eine etwas chronologischere Darstellung unserer Brigade.
Wir kamen nach einem langen Flug in Panama City an, wo wir auf die amerikanischen Studenten warteten. Von dort aus fuhren wir fünf Stunden mit dem Bus über den Panamerican Highway. Umso weiter wir uns von Panama entfernten, desto schlechter wurden die Straßenverhältnisse und  da wir das Schlafen deshalb sowieso vergessen konnten, fanden die ersten Gespräche mit unseren amerikanischen Mitreisenden statt. Da wir erst spät am Abend ankamen, wurden schnell Betten in dem riesengroßen Schlaflager reserviert, um dann schnell zu essen und sofort in einen tiefen Schlaf zu fallen.
Dieser währte nicht all zu lange, da am nächsten Morgen früh das Frühstück anstand. Danach hatten wir Zeit uns einzuleben und fuhren dann das erste Mal in die Community.
Um die Frauen besser kennenzulernen, führten wir Vier-Augen-Gespräche, die je nach Spanisch-Level der Studierende mal wirklich interessant oder auch wirklich katastrophal ausfielen. So mancher wünschte sich danach, er hätte vor der Brigade doch ein bisschen mehr Spanisch gelernt. Anschließend führten uns die Frauen noch durch die Community, wo wir sehr unterschiedliche Behausungen vorfanden und an einem Fluss standen, dessen Wasser als Trink-, Dusch- und Spülwasser genutzt wird. Leider mussten wir danach schon wieder zurückfahren.

Nach dem Abendessen wurden wir in drei Gruppen eingeteilt, in denen wir die WorkshopsIMG_0329 für die nächsten drei Tage vorbereiteten und uns anschließend gegenseitig vorstellten. Die Themen dafür waren „debt crisis“, „reactions during a debt crisis“ und „honesty and reputation“. Nach dem anstrengenden Tag freuten wir uns wieder aufs Bett.
Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück sofort in den Bus nach Arimae. Dort gingen wir nach einem weiteren Kennenlernspiel sofort in die Workshopgruppen und begannen mit dem Workshop zur „debt crisis“. Nach einem kleinen Mittagssnack war es dann Zeit für unsere erste Beratung in den Unternehmen. Es war sehr spannend die Frauen (bzw. sogar einen Mann) mit all ihren Ideen, Geschichten und Problemen kennenzulernen, worum es bei der ersten Beratung erst einmal ging. Es war dennoch nicht einfach eine Beziehung zu ihnen aufzubauen, weshalb wir bei der Reflexion am Abend zum größten Teil etwas geknickt waren.  Dies sollte sich jedoch am nächsten Tag ändern, weshalb wir wieder den ganzen Abend in der Küche saßen und ausgearbeitet haben, wie wir unseren Klienten helfen können. Dabei ging es bei einigen um einfache Buchführungsfähigkeiten, bei anderen wiederum um Marketing oder die Produktion.

Unsere Unternehmen waren alle entweder kleine Supermärkte, gennant Kiosco, in der Community oder landwirtschaftliche Unternehmen, die Kochbananen und Yucca anpflanzten.
Nach der guten Vorbereitung am Vorabend, fuhren wir voller Vorfreude am nächsten Morgen wieder in die Community, wo die Frauen gespannt auf den nächsten Workshop zum Thema reactions during a debt crisis warteten. Außerdem wiederholten wir nochmal das gestern Erlernte, um so das Wissen zu sichern. Wir waren begeistert, wie die Frauen offener wurden und uns vieles über ihr Privatleben erzählten. So erstellten sie beispielsweise die oben erwähnten Kreisdiagramme, in denen sie ihre Ausgaben kategorisierten und festhielten. Hiebei merkten sowohl die Studierende als auch die Einheimischen, dass sie teilweise Ausgaben haben, die sie ohne Probleme einsparen könnten. Am Nachmittag gingen wir wieder in die Beratungen, wo nun auch erste Fortschritte gemacht wurden. Wir bekamen einen engeren Bezug zu den Klienten und es gab Erfolgserlebnisse bei der Erklärung einiger Methoden. Diese positive Entwicklung merkte man nun auch in der Reflexion. Alle schienen am dritten Tag zufriedener zu sein als die Tage zuvor und konnten mit dieser Motivation gut bis in die Nacht weiterarbeiten.

Auch der dritte Workshop am nächsten Tag verlief positiv. Er begann ausnahmsweise in der großen Gruppe mit allen und erst später haben wir uns aufgeteilt.

Am Ende des letzten Workshops bedankten sich viele der Frauen und wir wurden langsam traurig, dass es bald schon vorbei sein sollte. Nachmittags fand dann auch die letzte Beratung statt und wir konnten unsere Klienten (abgesehen von einigen Kleinigkeiten, die wir noch am Abend fertigstellten) guten Gewissens verabschieden. Der Abend bestand dann wie gesagt aus langen Bastelarbeiten, in denen Schilder gemalt und Bücher beschriftet wurden.

Und am letzten Tag war dann der Cultural Day, auf den wir uns schon so lange freuten. Die Frauen begrüßten uns geschminkt am ganzen Körper und in traditioneller Kleidung mit Tänzen, bei denen wir selbstverständlich sofort mitmachen wollten. So lernten wir den Adler- und Schlangentanz und blamierten uns vor allen Einheimischen.
Danach wurden uns traditionelle Schmuckstücke und Kleidung vorgestellt, die wir anschließend als Souvenirs kaufen konnten. Außerdem konnten wir uns mit einem Henna-Artigen Beerengemisch tätowieren lassen und die letzten Gespräche mit unseren lieb gewonnenen Klienten führen. Der Abschied war dementsprechend schwer und wir wollten am Liebsten gar nicht mehr zurück in den Bus. Doch irgendwann war es dann doch so weit und wir verbrachten noch einen schönen Abend mit unseren amerikanischen Freunden bis wir am nächsten Morgen zum Flughafen gefahren wurden, von wo aus dann weitere Abenteuer begannen.

Ein Nachtrag zu unserem Vortrag von Dr. Elena Groß zum Thema Programmevaluierung in der Entwicklungszusammenarbeit

DSCF1622Vor rund 120 interessierten ZuhörerInnen hielt Frau Dr. Elena Groß einen begeisternden Vortrag zum Thema Programmevaluierung in der Entwicklungszusammenarbeit. Dabei ging die Referentin gezielt auf die empirische Analysemethoden und Vorgehensweisen verschiedener Evaluierungsmethoden ein. Besondere Relevanz legte Frau Dr. Groß auf die oft vernachlässigte Durchführung der Evaluierung viele staatlicher und nicht staatlicher Organisationen und deren Programme im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Aufgrund dieser Basis fand anschließend  eine sehr angeregte Diskussion statt, in der Dr. Groß alle Fragen der ZuhörerInnen detailliert und mit eignen Beispielen DSCF1647beantwortet hat. Durch das breite Spektrum an persönlichen Erfahrungen von Dr. Elena Groß gewann der Vortrag an Praxisbezug und Dynamik. Anhand der Resonanz viele Zuhörer war ein hohes Interesse und Begeisterung an dem Thema zu erkennen. So sagte eine Zuhörerin nach dem Vortrag: „Der Vortrag gab mir einen interessanten Input für meine Seminararbeit“.

Wir wollen uns hiermit nochmal bei allen ZuhörerInnen und vor allem bei Frau Dr. Elena Groß bedanken.

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Vortrag zu Programmevaluierung in der Entwicklungszusammenarbeit

Global Brigades möchte euch herzlichst zu unserem Vortrag zum Thema Entwicklungszusammenarbeit einladen am 21.01.2015. Hierzu konnten wir Frau Dr. Elena Groß gewinnen.

Der Titel der Veranstaltung:
Programmevaluierung in der Entwicklungszusammenarbeit

Inhalt:

Zuerst werden verschiedene Maßnahmen und Ziele der Entwicklungszusammenarbeit vorgestellt. Danach beschäftigt sich der Vortrag mit der Evaluation von Projekten der EZ besonders hinsichtlich der Wirkungsmessung. Es wird ein Einblick in die Methoden der Evaluierung in der Entwicklungszusammenarbeit geben. Dabei geht es um die Frage ob Entwicklungsprogramme ihre Ziele erreichen und die Zielgruppe profitiert, ob Entwicklungshilfe effektiv ist und eine Veränderung des Zielindikators wirklich auf die spezielle Intervention zurückzuführen ist. Damit verbunden ist die Frage wie man Kausalität zwischen einer EZ Intervention und dem zu erreichenden Zielindikator herstellt.

Dozentin:
Frau Dr. Elena Groß.

Zur Person:

Dr. Elena Groß ist Diplom Volks- und Betriebswirtin und promovierte 2012 an der Universität Göttingen im Bereich Entwicklungsökonomie. Seit Beginn dieses Jahres ist sie an der Bayreuth International Graduate School of African Studies (BIGSAS) beschäftigt. Elena Groß hat umfangreiche Kenntnisse angewandter statistischer Methoden zur Evaluierung von Politikprogrammen in Entwicklungsländern, speziell der Durchführung von rigorosen Wirkungsstudien. Ihr Hauptforschungsschwerpunkt liegt in der Evaluierung von Projekten im Wassersektor in Afrika. Ein weiteres Forschungsfeld ist die Gesundheitsökonomie. Ihre Erfahrung in der Feldforschung erlangte sie durch Projekte in Benin, Ghana, Vietnam und Kolumbien. Von 2008 bis 2010 führte sie eine Evaluierungsstudie des nationalen Wasser-und Sanitärprogramms im ländlichen Benin für die KfW (Kreditanstalt für Wideraufbau) und IOB (Evaluierungsdepartment, Niederländisches Ministerium für auswärtige Angelegenheiten) durch. In ihren laufenden Projekten untersucht sie die Nachhaltigkeit und langfristigen Auswirkungen von Wasserprojekten in Ghana, Sudan und Kolumbien welche durch das IOB finanziert sind

Im Anschluss findet eine Diskussion statt, zu dem alle herzlichst eingeladen sind.

Wir freuen uns euch,
eure HSG Global Brigades